Kekskruemel Blog - Lauferfahrungen, Joggen, Marathon, Training und mehr Sport

Interessante Erfahrungen aus dem Leben eines Läufers mit Joggingrouten, Lauferfahrungen, Marathon, Training

Kilometer voller Schmerz und Kreislaufzusammenbruch– wenn der Körper “Nein” sagt

Es war angedacht als eine Erweiterung vom Sonntag. Das Wetter war kühl, seit Tagen hatte es nur geregnet und die regenfreien Stunden wollte ich nun endlich nutzen. Ich wusste, dass ich mit einem langsamen Lauf aufjedenfall eine knappe 75% der maximalen Herzfrequenz schaffen kann, ähnlich wie letzten Sonntag. Dies zu wiederholen, den Bereich gar noch etwas besser zu treffen auf einer längeren Distanz war gar mein Ziel für heute.

Bereits nach den ersten 500m merkte ich aber, dass ich wieder bergab Probleme habe mit dem Knie. Nicht so stark wie letzte Woche, aber langsam anfangend. Auf geraden Ebenen ließ dieses kleine Anzeichen zum Glück (vorerst) nach. Dafür merkte ich schnell, dass ich in diesem Training einfach nicht auf die Zielherzfrequenz kam. Ich war immer sofort – auch nach extra Gehpausen zum runterkommen – wieder sofort bei 177 – 180 pbm.

Dann folgte die Distanz von knapp 3,3 km. Gerade am Rudolf-Harbig-Stadion vorbei und auf dem Weg endlich in den Großen Garten einzulaufen, musste ich kurz an der Ampel warten. Auf einmal wurde mir schwarz vor den Augen bis ich gar nichts mehr sah. Wie im Blindflug lief ich in langsamen Schritten sicherlich wackelnd über die Straße und am Ende des Straßenüberquerung angekommen, ließ es langsam nach. Ich hörte noch immer nichts von dem “Blackout”, konnte aber langsam wieder klar sehen. Mein erster Blick ging auf die Pulsuhr. Von 175 fiel der Puls binnen einer Sekunde auf knapp 100 ab und sank in weiteren Sekunden gar auf 80 Schläge.

Aber wie kann das sein, dass mit einmal der Puls so absackt?

Ich ruhte kurz 2 Minuten auf einer Parkbank aus und lief dann weiter. Ich wollte schauen ob ich es weiter schaffe. Mein Puls pegelte sich wieder auf den vorherigen Puls ein und ich konnte weiterlaufen. Trotzdem ging mir die Angst davor die weiteren Kilometer nicht mehr aus dem Kopf und hemmte mich auch ein wenig frei zu laufen.

Nach 14,5 km machte ich eine Pause bei um bei Bekannten “Hallo” zu sagen. Anschließend ging es mit zwei Stunden Pause direkt weiter. Die Pause tat mir gar nicht gut. Ich lief etwas schneller, wollte wahrscheinlich auch endlich wieder nach Hause, war ich nun schon Stunden von zu Hause weg.

Doch der Kampf ging weiter und endete nun ab Kilometer 17 mit kräftigen Knieschmerzen. Eine Wiederholung vom Sonntag. Ich merkte aber auch, dass der Schmerz weit weniger intensiv ist, wenn ich weiterlaufe. Nur ein verkrampftes Laufen aufgrund des Schmerzes musste zu Beginn jeweils überwunden werden, in dem der Schmerz stark war. Ein normales Gehen war vom Schmerz teilweise intensiver.

Alles in Allem ein sehr schmerzhafter K(r)ampflauf von 19,8 km Länge.



2 ResponsesLeave one →

  1. Oh je, du machst Sachen!
    Könnte mir gut vorstellen, dass du durch die letzten Tage deiner Bachelorarbeit angespannt warst und da einfach der Körper nicht mitspielen wollte. Trotzdem hätte ich es eher bei einem >30°C – Tag erwartet. Vollkommen verständlich, dass du dann unentspannt weiter gelaufen bist – Hut ab dafür, ich wär vermutlich umgedreht.
    Ich würde dem Lauf (mal von den Knieschmerzen abgesehen) aber auch keine allzu große Bedeutung zumessen. Da kommen so viele Faktoren zusammen, die einen Lauf zu einem Desaster werden lassen (glaub mir, ich sprech aus Erfahrung *g* Am schlimmsten werden sie, wenn du denkst, das diesmal alles super läuft).

    Jetzt wünsch ich dir natürlich gute Erholung – sowohl für dein Knie als auch für deinen Kreislauf.

  2. Keine Ahnung ob es daran liegen kann, ich vermute aber eher nicht. Ich hatte keinen Stress mit meiner Bachelorarbeit. Bin seit 3 Wochen fertig und habe nun nur noch mal drüber geschaut um es dann Montag zu Drucken.

    Ich vermute es lag an dem Wetterumschwung. Das ich dadurch einen Kreislaufkollaps hatte.

    Aber mehr macht mir derzeit das Knie sorgen. Ich muss das nun schnell auf die Reihe bekommen um weiter trainieren zu können für Oktober.

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