Kekskruemel Blog - Lauferfahrungen, Joggen, Marathon, Training und mehr Sport

Interessante Erfahrungen aus dem Leben eines Läufers mit Joggingrouten, Lauferfahrungen, Marathon, Training

Karlsruhe läuferfreundlichste Stadt, Dresden nur 17. und Leipzig 19.

Jedes Jahr kührt die RunnersWorld die läuferfreundlichste Stadt Deutschlands. Letztes Jahr war es noch Münster und dieses Jahr überholte im Ranking Karlsruhe Münster.
Hamburg ist vor Berlin Achter. München ist nur ein Platz vor dem Elften Nürnberg. Die beiden sächsischen Großstädte Dresden und Leipzig sind nur 17. und 18. im Ranking. Großer Verlierer ist Wuppertal als 25. und Gelsenkirchen (24.).

Bonn (6.) und Köln (5.) schieben sich gar vor Hamburg und Berlin, müssen sich aber Frankfurt geschlagen geben.

Sicherlich wird kein Läufer aus diesem Grunde seine Stadt wechseln und von daher ist der Sinn des Rankings doch auch nur ein einfacher gedanklicher. Als großer Freund von Zahlen, Statistiken und Rankings lese ich solche Rankings immer wieder gern, auch weil Sie eine helfen das eigene, in dem Falle die eigene Stadt, einzuordnen.

Leider fallen mir in dem Ranking der RunnersWorld viele Kritikpunkte auf. Da wird einer Stadt jedes Jahr ein Ortseingangsschild geschenkt und angebracht an dem die Läuferfreundlichste Stadt direkt an der Einfahrt erwähnt wird und dies durch ein eher zweifelhaftes Ranking.

RunnersWorld nutzt neben der Laufstrecke aus jogmap.de, den Lauftreffs aus runnersworld.de und den Wettkämpfen, die beim DLV registriert sind, auch noch eher eigenartige Kriterien:
Als wichtig wird hier die Anzahl der RunnersWorld Abos pro 100.000 Einwohner, Hunde pro qkm und die Halbmarathon-Indexzeit angesehen und ein etwas unglaubwürdiger Gründflächenanteil genutzt.

Mir ist es etwas unklar ob man auf die Laufbegeisterung durch die Zeitungsabos schließen kann. Ich kann mir gut vorstelle, dass in Regionen – insbesondere im Osten – prinzipiell weniger Abos genutzt werden, als der direkte regelmäßige Kauf im Geschäft. Leider sind die einzigen Städte im Osten im Ranking die zwei sächsischen Großstädte, die auch gleich mal letzter (Dresden) und vorletzter (Leipzig gemeinsam mit Bremen) in dem Ranking nach Abos sind.

Zudem sehe ich die Halbmarathon-Indexzeit nicht als relevant an, werden doch für die Läufe Spitzenläufer eingekauft um eine gute Zeit zu haben. Und ist denn eine Stadt läuferunfreundlich, nur weil die Läufer in dieser Stadt langsamer laufen? Die Zeit hat damit doch wenig zu tun.Hunde pro qkm finde ich nicht als Kriterium für eine läuferfreundliche Stadt, über PKW-Dichte lässt es sicherlich streiten.

Doch wieso soll einer der grünsten Städte Deutschland nur 1,95% Gründflächenanteil haben? Berlin hingegen 10% und Hannover gar fast 20%.
Wie ich in anderen Blogs bereits gelesen habe, scheint in vielen Städten hier zu wenig Grünläche in das Ranking eingeflossen zu sein. Angeblich wurden die Daten aus dem Statistischen Bundesamt bezogen. Ich selber habe nachgeschaut und anhand von Dresden getestet:
Das Statistische Bundesamt kennt in Dresden einen Anteil von Grünflächen im Sinne von Erholungsflächen und Waldflächen von knapp 8.300 ha bei einer gesamten Stadtfäche von 32.831 ha. Also einen Grünflächeanteil von 25% ohne der Beachtung reinen Vorhauswiese und Straßenbaumreihen.

Auch Gewaltkriminalitätsfälle, Pkw-Dichte und Herz-Kreislauf-Erkrankungen finde ich nicht als die Hammerargumente für eine läuferfreundlichste Stadt. Wobei ich Pkw-Dichte noch je nach Laufstrecke, insbesondere was die daraus hervorgehenden Ampeln angeht, noch gut akzeptieren kann.

Einige andere wichtige Kriterie fehlen mir zudem: Tartanbahnen, Läufermeinung, Abwechslungsreichtum z.B. im Sinne von unterschiedlichen Höhenprofilen, …

Entsprechend dieser Kritik entstanden die ersten Sachen zum Projekt:

Laeuferstadt.de 



Leave a Reply